432 Hz – Historisches

Nichts genaues weiß man nicht, so kommt es mir oft vor, wenn ich mich im Internet mit den 432 Hertz Webseiten beschäftige. Vieles ist unbewiesen, einer schreibt vom anderen ab, bis ein Fake einen Realitätsanspruch erhebt hat. Es gibt keine amtliche Forschung zu dem Thema.
Viele Informationen auf dieser Seite stammen aus der Wikipedia.
Wir werden versuchen einen wissenschaftlichen Anspruch zu folgen und verantwortungsvoll mit dem Thema umzugehen, wir machen das Beste aus der Situation. Besonders die deutsche 432 Hz Gruppe setzt sich intensiv mit Wahrheit und Fake in der 432er Welt auseinander.

570 v. Chr. Pythogoras

Ich glaube, dass das philosophische Prinzip von 432 Hertz Musik zum ersten Mal unter dem Begriff Sphärenharmonie auftauchte.

Als Sphärenharmonie oder Sphärenmusik (nach altgriechisch bezeichnet man die aus der griechischen Antike stammende Vorstellung, dass bei den Bewegungen der Himmelskörper und der sie tragenden durchsichtigen Kugeln (Sphären) Töne entstehen, deren Höhe von ihren Abständen und Geschwindigkeiten abhängt. Die Töne ergeben einen harmonischen Zusammenklang, der jedoch für die Menschen normalerweise nicht hörbar ist. Diese Idee stammt von Pythagoras von Samos oder seinen Anhängern, den Pythagoreern, und bildet ein wesentliches Element der pythagoreischen Kosmologie. Dahinter stand die Überzeugung, dass der Kosmos eine durch mathematische Proportionen optimal geordnete Ganzheit sei und dass sich daher in der Astronomie dieselben Gesetzmäßigkeiten zeigen wie in der Musik.

Platon ließ sich von den Vorstellungen der Pythagoreer, die er schon auf seiner ersten Italienreise 388/387 v. Chr. kennengelernt hatte, zu einem eigenen Konzept der harmonischen Struktur des Kosmos anregen, das er in den Dialogen Politeia und Timaios darlegte. Seine Sphärenharmonie beruht auf acht Tönen, die von den sieben Planetensphären und der Fixsternsphäre ausgehen.

Mit 432 Hertz als exakter Frequenz hat das aber nichts zu tun. Heute wissen wir, dass 432 Hertz eine folgerichtige Frequenz, eine logische Konsequenz, eine naturwissenschaftliche Tatsache ist, die ohne jeden Zweifel auf einem natürlichen Stimmungssystem beruht, das sich aus der Natur-Obertonreihe herleitet und als mathematischen Ursprung die Zahl 1 hat.

Es ging in der Antike ja auch um die Frequenz als mathematisch hergeleitetem Ordnungsfaktor der Schöpfung. Dieser Gedanke ist erst heute tatsächlich berechenbar und hörbar gemacht worden.

Der Kammerton

Eng verbunden mit der Geschichte von 432 Hertz ist der Kammerton.
Bis in das 19. Jahrhundert hinein gab es keine einheitliche Stimmhöhe, sondern es wurde abhängig von Ort oder Region wie auch nach Art der Musik unterschiedlich eingestimmt. Also gab es auch keine 432 Hertz Frequenz als Bezug. Und wenn, dann wohl eher zufällig.
Die erste Erwähnung von 432 Hertz scheint mir diese zu sein:

(G. Schubring: Theorie und Berechnung der Tonleiter, Zeitschrift für die gesammten Naturwissenschaften, Band 32; Verlag Bosselmann, 1868, Seite 483, 485-486)

Eine noch etwas tiefere Stimmung hat Chladni schon 
im Anfange dieses Jahrhunderts vorgeschlagen , indem er nicht 
den Ton a als Grundlage benutzte, sondern C; er gieng aus 
von den relativen Schwingungszahlen, welche für die Octave 
des Grundtones den Werth 2, für die höhern Octaven also 
4, 8, 16 — 2" liefern, und er gab im Anschluss daran allen 
Tönen C auch absolute Seh wingungszahlen welche Potenzen 
von 2 sind. Der Ton O erhielt in Folge dessen die absolute 
Schwingungszahl 256 und daraus berechnen sich die verschie- 
denen in dise Octave gehörigen Töne a wie folgt: 
die reine Sexte a^ =s 4262/3, 

die pythagoreische Sexte A^ = 432, 
die gleichschwebende Sexte A^ = 430,538. 
Wollte man also diese Stimmung in der Musik verwenden....... 

Aha, die pythagoreische Sexte also. Also keine eigenständige Frequenz als Grundton, sondern eine Frequenz, die sich auf eine andere Frequenz bezieht. 256 Hz, da haben wir sie: die Bezugsfrequenz von 1 Hertz.
256 Hertz ist ja eine Oktave von 1 Hz.


Chladni