Bezugsfrequenz

„Johann Sebastian Bach – Präludium Nr. 1 C-Dur“.

C-Dur? Was ist das? Das ist eine Bezeichnung für eine Frequenz.

C-Dur könnte aber genauso gut „X-Dur“ heißen.Das C hat keine eigene „harte“ Information. Es ist ein Ton und ein Ton hat eine FREQUENZ. Und Bach hat damit dieses C als Bezugsfrequenz festgelegt. Aber das heißt noch gar nichts. 

Das C könnte eine Frequenz von 261.63 HZ haben (das ist in der gleichstufigen Stimmung der Fall bei einem Kammerton von A4=440 HZ), das C könnte aber auch eine Frequenz von 256 HZ haben. Es gibt noch mehr Möglichkeiten – siehe Kammerton.

Der Begriff „Bezugsfrequenz“ gibt an, welche Frequenz der Grundton einer Tonleiter haben soll. 
Beispiel:
Ich wähle eine Bezugsfrequenz von 1 HZ. Da ich aber den Ton nicht hören kann, weil er zu tief ist, muss ich ihn oktavieren.

Das sieht so aus: 1 – 2 – 4 – 8 -16 -32 (das kann man schön hören) – 64 (eine Bassdrum z.B.) – 128 – 256 Hz (gut hörbar). Nach diesem Ton stimme ich dann mein Instrument. Ob das dann C genannt wird, ist dabei völlig gleichgültig. 

Ich kann aber auch eine andere Bezugsfrequenz wählen. Hier ist eine Seite mit Bezugsfrequenzen, die ich benutze.

Die Bezugsfrequenzen sind immer ungerade, ganze, natürliche Zahlen.

Die natürlichen Zahlen sind die beim Zählen verwendeten Zahlen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 usw. 

Warum ungerade Zahlen – am Beispiel der Zahl 2 verdeutlicht:
die Zahl 2 kann keine Bezugsfrequenz sein, weil 2 HZ eine Oktave von 1 HZ ist (siehe oben). Die nächstmögliche Bezugsfrequenz ist 3 HZ. 

Warum ganze Zahlen? Wenn man sich die Seite mit den Bezugsfrequenzen anschaut, sieht man, dass der „Kammerton“ A4=432 HZ fünfmal vorkommt. 
Das wäre bei anderen Bezugsfrequenzen (z.B. 1,764 HZ) nicht der Fall.

HZ1357911131517192745
DurtonartCGEBDFGisHCisDisAFIS