Rhythmus – Magnus Schlichtig

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Bemerkungen zum Rhythmus

Da 432 Hz den Balancepunkt im Rhythmus darstellt, ist es unumgänglich, dabei den Rhythmus aus bewußter Erkenntniskraft zu bilden! Die dynamische Kraft des Rhythmus liegt noch eine hierarchische Stufe höher als der Atem, der jedoch am Geschehen bedeutend beteiligt ist.

Die Grundbetonungen des Taktes „vertikal-schwer“ „horizontal-links“ „horizontal-rechts, „vertikal-leicht“ dehnen sich dabei auf größere Abschnitte aus. So können Abfolgen von Phrasen in Betonungs-Verhältnissen stehen: (z. B.: 1. Phrase „leicht“ 2. Phrase „horizontal“ 3. Phrase „schwer“ …..) Dabei ist oft der erste Teil einer Phrase anschwellend, der 2. abschwellend oder umgekehrt usw. Auch kann eine ganze Phrase im cresc./accelerando-Modus stehen oder umgekehrt.

Dies muß nicht immer das Tempo betreffen, es gibt auch accelerandi in der Strichgeschwindigkeit, 
im Vibrato und in der „inneren Bewegung“. (Letztere kann man auf Aufnahmen nicht wahrnehmen!)

Auch im einzelnen Takt können die Betonungen „schwer“ leicht“ etc., durch den Zusammenhang bedingt, auch auf andere Zeiten verschoben werden, ähnlich wie die selbe Tonhöhe je nach Tonart mal Prim, Sekund, Terz etc…. ist.

Vor 100 Jahren wurde die rhythmische Dynamik überwiegend aus dem Gefühl gestaltet. Heute ist dies im Zuge der punktuellen Genauigkeit seltener geworden. Es wäre jedoch längst an der Zeit die unbewußten Elemente des Rhythmus immer mehr ins Bewusstsein zu heben: „Wachendes Träumen“

Der Takt ermöglicht perfektes Zusammenspiel ohne Umstände. Die Qualität des Rhythmus ist gegenüber dem Takt unendlich tiefer und aufwendiger. Anders als im metronomisch-rhythmuslosen Takt, ist selbstverständlich im lebendigen Rhythmus immer auch Takt.


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