Hard- & Software für die 432 Hz Musik

Hier entsteht eine Darstellung von Produktionsmitteln für Musiker und Musikproduzenten aus der Sicht der 432 Hz Musik basierend auf jahrzehntelanger praktischer Erfahrung.
Ich beschreibe die einzelnen Geräte nicht näher, da kann Herstellerwebseite meist ausreichend informieren. Hier geht es um die Praxis, vor allen Dingen für das professionelle Frequenzdesign und die Variabilität in Bezug auf Stimmungssysteme wie z.B. die reine Stimmung.

Audio Computer

Die digitalen Instrumente brauchen ja ein Zuhause, einen Audio-Computer. Drei Betriebssysteme kommen in Frage: Windows, Apple, Linux. Es ist im Grunde egal, welches man wählt, alles geht…..ist aber ein Thema für sich.

Stimmgerät

Fangen wir mal einfach einfach an mit dem Stimmgerät.
Ich habe auch ein analoges Stimmgerät, ein Korg OT-120, nur kommt das nicht so oft zum Einsatz. Häufig am Start für übliche normale Anforderungen ist die Software Chromatia-Tuner.
Wenn es ganz präzise sein muss, dann kommt der Instrument-Tuner zum Einsatz. Das kann deer Fall sein, bei kniffligen Instrumenten wie z.B. das Klavier, ein normales Stimmgerät knickt vor den Obertönen ein.

Piano

Und wo wir gerade beim Klavier sind. Ich spiele überwiegend auf Klavieren der Pianoteq-Serie. Der Klang ist ja immer Geschmackssache, aber es gibt viele Möglichkeiten damit einen individuellen Premium-Klang zu erzeugen. Schon die Standardklaviere mit den Presets sind gut, aber den Klang eines analogen Konzertflügels zu erreichen und zu übertreffen, ist nur mit eigenem Design-Aufwand möglich.
Besonders komfortabel aber sind die Möglichkeiten der Stimmungssystem-Einstellungen. Eigentlich gibt es nicht, was man nicht damit machen kann. Besonders wichtig für die reine Stimmung, selbst eine Maria Renold Stimmung lässt sich machen. Eigtenlich kann an jede Stimmung verwirklichen, weil sich auch Scala-Files problemlos laden lassen.

Die Tastatur – der Midicontroller

Ein analoges Klavier hat ja bekanntlich immer eine reale Tastatur.
Ein digitales Klavier hat keine reale Tastatur.
Deshalb kommt als nächstes die „Bedienungsoberfläche“ in den Blickpunkt des 432 Hz Musizierens.
Man braucht nicht unbedingt Tasten zum Bespielen des digitalen Instrumentes, daher ist der übergeordnete Ausdruck eben „Bedienungsoberfläche“. Man kann z.B. auch einen Breath Controller einsetzen.
Das Premiummodell ist die hb1 Midi Breath Station von Hornberg.
Dabei fällt mir auf: wißt ihr alle, was „MIDI“ ist? Das könnt ihr in Wikipedia erfahren – Musical Instrument Digital Interface.

Aber ein Klavier ist irgendwie mit einer Tastatur besser zu bedienen, nicht wahr?

Also, der Midicontroller, das Masterkeyboard, die Tastatur….so was gibt es von ganz klein und klapprig bis ganz groß und edel.

Die Auswahl ist riesig, was soll man nehmen? Ich habe ein Akai MPK261, ein Nektar Panorama T6 und ein Studiologic SL 88 Studio.
Warum gleich drei? Weil alle unterschiedliche Jobs machen. Das Studiologic SL 88 Studio entspricht einer sehr guten Pianotastatur. Akai und Nektar haben nur 61 Tasten, sind aber sehr schnell und haben viele andere Möglichkeiten. Welchen Midicontroller man wählen soll, hängt auch damit zusammen, welche Software man einsetzen will. So ist z.B. der Einsatz eines Midicontroller mit Mackie Control Kompatibiltät für Cubase angezeigt.

Damit sind auch schon bei der Software. Oben haben wir gesagt, man braucht ein Instrument und eine Bedienungsoberfläche für das Instrument, z.B. eine Klaviatur, dann kann man loslegen. Das stimmt, aber, wenn es ans Komponieren geht, dann ist eine DAW hilfreich.

Daw

Eine Digital Audio Workstation (kurz DAW) ist ein computergestütztes System für Tonaufnahme, Musikproduktion, Abmischung und Mastering, das sich durch eine hohe Integration von Komponenten innerhalb des Systems auszeichnet. Damit kann man dann mit der Tastatur und dem Instrument eine Tonaufzeichnung machen. Die Tastatur sendet die gespielten Noten an eine Midi-Spur in der DAW. Damit hat man dann in unserem Falle schon eine fertige Musik.

Digitale Instrumente für die reine Stimmung

In der Regel kann man jedes digitale Instrument stimmen. Damit meint man üblicherweise die Frequenz des Kammertons A4.
Darum geht es uns hier aber nicht. Wir beschäftigen uns nur mit Instrumenten, die die reine Stimmung unterstützen. Solche Instrumente lassen sich immer auch mit Derivaten der reinen Stimmung bespielen, wie zum Beispiel der pythagoreischen Stimmung.

Pianoteq

Die Pianoteq-Instrumente habe ich oben schon erwähnt.
Pianoteq bietet nicht nur Klaviere aller Art, sondern auch Vibraphone, E-Pianos, Harfen und vieles mehr.
Alle Instrumente sind „Physically Modelled Instruments“, Instrumente, die durch physikalische Modellierung in Echtzeit den Klang erzeugen.
Sie stellen also echte Instrumente dar.

Dies ist eine ganz wichtige Eigenschaft im Unterschied zu den Sample-gestützten Instrumenten. Ein Sample wird nie in Echtzeit erzeugt, es ist immer eine Tonaufnahme vorausgegangen und das Sample hat immer feste Eigenschaften (zum Beispiel die Tonhöhe). Die Samples sind meist mit 440 Hertz Bezug aufgenommen, somit muss dann die Tonhöhe künstlich auf 432 Hertz verändert werden. Das führt schon zu Klangbeeinträchtigungen.

Also: die beste Qualität und die flexibelste Klangerzeugung für traditionelle Instrumente (Klavier, Vibraphon, Harfe, Gitarre, Geige, Saxophon usw.) bietet die PM – Klangerzeugung (physikalische Modellierung).
Wobei man hier sagen muss: in der Regel. Gesampelte Instrumente haben auch ihre Qualitäten.

Weitere Instrumente mit PM – Klangerzeugung

Das Chromaphone der Firma Applied Acoustics Systems bietet die Möglichkeit des Scala-Imports. Damit wird dann jede beliebe Stimmung realisiert.

Instrumente der Firma Audiomodeling – SWAM sind auch gut geeignet für das individuelle Tuning. Hier wird mittels der Eingabe der Werte in das jeweilige Instrument gearbeitet. Das ist zwar mühsamer, aber es funktioniert. Dafür aber ist ein Stimmgerät notwendig (siehe oben).
Angeboten werden Streichinstrumente und Blasinstrumente.

Synthesizer

Eine andere Gruppe von digitalen Instrumenten sind die Synthesizer. Natürlich gibt es in dieser Gruppe auch manchmal den Versuch einer physikalischen Modellierung, aber in der Regel wird der Klang auf andere Weise erzeugt. Die meisten eignen sich nicht für die reine Stimmung. Aber es gibt einige. Hier lässt gute alte Zeit grüßen: Korg M1 von 1988 und die Korg Wavestation von 1990 sind in der digitalen Welt neu aufgelegt worden und eignen sich hervorragend für die 432 Hertz Musik und für die reine Stimmung. Und sie klingen gut, wie damals.

Korg M1
Korg Wavestation

HALion

Der HALion von der Firma Steinberg ist nicht nur ein digitales Instrument, sondern auch ein ausgewachsenes Produktionsmittel mit vielen Möglichkeiten. Uns interessiert hier aber nur die hervorragende Möglichkeit Tuning-Tabellen für jede Stimmung verwenden und editieren zu können. Die Klangerzeugungsmöglichkeiten sind vielfältig, vom einfachen Synthesizer bis zum Sampler ist eine große Anzahl von Instrumenten dabei.

Steinberg HALion