Kosmisches Bewußtsein

Das ist schwierig, nicht nur schwierig zu beschreiben, sondern auch die Einlassungen verschiedener Personen auf der Welt sind schwierig.
Nicht, dass man die Darstellungen nicht verstehen kann, nein, heutzutage kann man sich ja alles vorstellen, null problemo, aber mal ganz normal betrachtet, so im Alltagsleben, das ist das Schwierige. Kosmisches Bewusstsein im 3 D Kino ist völlig normal, aber kosmisches Bewusstsein beim Abwaschen oder Müllrunterbringen, beim Einkauf oder im Fitnessstudio?

Das muss aber gehen. Sag ich! Sonst wird das alles nichts.

Ich werde mich der Sache annehmen.
Weil ich das Thema ganz gut kenne, aus der Studienzeit zum Beispiel: Yogananda, der Fachmann für so was….erstmal!

„‚Wir sind alle ein Teil des EINEN Geistes. Wenn Ihr die wirkliche Bedeutung der Religion erfahrt, die darin besteht, Gott zu kennen, werdet Ihr bemerken, dass er euer Selbst ist, und dass er gleichermassen und untrennbar in allen Wesen existiert.‘ Paramahansa Yogananda

“ Mein Körper wurde wie unbeweglich angewurzelt. Der Atem wurde aus meinen Lungen gesogen wie von einem grossen Magneten. Seele und Verstand verloren ihre körperliche Gebundenheit und strömten heraus wie ein fliessendes Licht aus jeder Pore. Das Fleisch war wie tot. Doch war ich mir in meiner intensiven Bewusstheit klar, dass ich niemals vorher voll am Leben gewesen war. Mein Identifikationssinn war nicht länger eng an einen Körper gebunden, sondern umfasste die umgebenden Atome. Menschen auf entfernten Strassen schienen sich über meine eigene ferne Peripherie zu bewegen. Die Wurzeln der Pflanzen und Bäume erschienen durch eine dunkle Transparenz des Bodens, und ich sah den inneren Fluss ihrer Säfte.
Meine normale Sicht war jetzt zu einer riesigen sphärischen Sicht geworden, alles gleichzeitig wahrnehmend. Durch meinen Hinterkopf hindurch sah ich die Menschen weit die Rai Ghat Lane heruntergehen. Ich bemerkte auch eine weisse Kuh, die sich leise näherte. Als sie das Ashram – Tor erreichte, beobachtete ich sie wie durch meine physischen Augen. Nachdem sie die Steinmauer passiert hatte, sah ich sie immer noch.
…Alle Objekte in meinem Panorama zitterten und vibrierten wie schnelle Filmbilder. Mein Körper, der Körper des Meisters, der Hof, die Möbel, der Flur, die Bäume, der Sonnenschein, sie wurden erfasst, bis sie in einem leuchtenden Meer verschmolzen. Das einigende Licht änderte sich mit den materialisierten Formen, das Gesetz von Ursache und Wirkung in der Schöpfung zur Geltung bringend .
Ein Ozean der Glückseligkeit erwachte auf den ruhigen endlosen Ufern meiner Seele. Ich bemerkte, dass der Geist Gottes unerschöpfliche Glückseligkeit ist.
…..das ganze Universum schimmerte schwach erleuchtet wie eine nächtliche Stadt in der Unbegrenztheit meines Seins.
…Die göttliche Streuung der Strahlen wurde aus einer ewigen Quelle ausgegossen. Wieder und wieder sah ich die schöpferischen Strahlen sich in Konstellationen kondensieren, und sich dann in die Zungen von transparenten Flammen auflösen. Durch rhythmische Umkehr entstanden unzählige Welten… Glückseliges AMRITA, Nektar der Unsterblichkeit, pulsierte durch mich wie eine quecksilberähnliche Flüssigkeit. Ich hörte die schöpferische Stimme Gottes ertönen wie AUM, die Schwingung des kosmischen Motors.
Plötzlich kehrte der Atem in meine Lungen zurück. Mit fast unerträglicher Enttäuschung bemerkte ich, dass meine Unbegrenztheit verloren ging. Einmal mehr war ich begrenzt auf den Käfig meines Körpers, nicht leicht an den Geist angepasst. Wie ein unartiges Kind war ich von meinem makrokosmischen Zuhause weggelaufen und hatte mich in meinen engen Mikrokosmos eingesperrt.