Rhythmus – Takt – Metrum

Ausgangspunkt dieser Seite ist ein Zitat von Magnus Schlichtig:“

„Vor 100 Jahren wurde die rhythmische Dynamik überwiegend aus dem Gefühl gestaltet. Heute ist dies im Zuge der punktuellen Genauigkeit seltener geworden. Es wäre jedoch längst an der Zeit die unbewussten Elemente des Rhythmus immer mehr ins Bewusstsein zu heben: „Wachendes Träumen“

Der Takt ermöglicht perfektes Zusammenspiel ohne Umstände. Die Qualität des Rhythmus ist gegenüber dem Takt unendlich tiefer und aufwendiger. Anders als im metronomisch-rhythmuslosen Takt, ist selbstverständlich im lebendigen Rhythmus immer auch Takt.“

Der Begriff Rhythmus bezeichnet eine der beiden horizontalen (zeitlichen) Dauerstrukturen von Einzel-Schallereignissen und Dauern der Stille.
Wikipedia

oder so:
Der Rhythmus ist eine zeitliche Gliederung des melodischen Flusses, die sich aus der Abstufung der Tonstärke, der Tondauer und des Tempos ergibt.

Wichtig ist auch der Begriff Metrum:

Metrum war bereits in der Dichtung der Antike das regelmäßig sich wiederholende Wechselspiel von betont und unbetont. Insofern überschneiden sich in der Musik die Begrifflichkeiten von Metrum und Takt. Während der Takt aber die ordnende Basis für ein Musikstück darstellt, beschreibt das Metrum die übergeordnete musikalische Gliederung.
Beispiel:
Der erste Satz der «Waldstein»-Sonate op. 53 von L. v. Beethoven steht im 4/4-Takt. Dem Hauptsatz mit den pulsierenden Achteln am Anfang des Stückes liegt ein lebhaftes 4/4-Metrum zugrunde. Mit Eintritt des Seitensatzes in Takt 35 vollzieht sich allerdings auf der Basis der unveränderten Taktart ein metrischer Wechsel: Der Grundschlag wechselt auf das ruhiger wirkende 4/2-Metrum. Beethoven lässt dadurch die beiden Themen von Haupt- und Seitensatz wie zwei Gegensätze erscheinen, aus denen er das Spannungsfeld letztlich für die gesamte Sonate gewinnt.

Herzschlag und Atmung – Atomuhr
Herzschlag und Atmung sind grundlegende Bausteine, grundlegende Quelle von Takt und Rhythmus. Diese kommen aus dem inneren Erleben des Menschen.
Prägend sind auch im äußeren Erleben des Menschen periodische Schallereignisse, etwas wenn Meereswellen regelmäßig auf den Strand treffen.
Der Rhythmus heute hat zwei Pole: der eine ist die natürliche unregelmäßige, scheinbar chaotische Periodizität (z.B. Windgeräusche im Bäumen), der andere Pol die absolute Gleichförmigkeit der Cäsium Atomuhr.