Solfeggio Recherche

Helmholtz, ein glühender Verfechter der reinen Intonation, berichtete in seiner Lehre von den Tonempfindungen als physiologische Grundlage für die Theorie der Musik auch über die „Gesellschaft der Solfeggisten“, die 1862 bereits 150 000 Mitglieder hatte. Diese Gesellschaft verwendete die Tonic-sol-fa-Methode und folglich statt Notenschrift eine Silbenschrift (Do Re Mi Fa So La Ti Do), wobei Do immer die Tonika bezeichnete. Wenn durch Modulation die Tonika wechselte, änderte sich auch die Silbenbezeichnung; die Note, auf der die Veränderung stattfand, erhielt zwei Silben, die der ersten und die der zweiten Tonart. Die Intonation erfolgte immer in Beziehung zur Tonika. Beim Wechsel von C-Dur nach G-Dur etwa wurde das A von G-Dur rein zur Tonika G intoniert, im Vergleich zu C-Dur also um ein syntonisches Komma höher.

Helmholtz hörte in einer Londoner Volksschule 40 Kinder zwischen acht und zwölf Jahren, deren Intonationsreinheit ihn in Erstaunen versetzte. Er wies darauf hin, dass die Londoner Schulen und Solfeggisten alljährlich ein Konzert von 2000 bis 3000 Kinderstimmen im Kristallpalast zu Sydenham geben, das durch Wohlklang und Genauigkeit der Ausführung den besten Eindruck auf die Hörer macht.


Als Solfeggio-Frequenzen werden anscheinend eine Reihe von Sinus-Tönen bezeichnet, welchen auf mehr oder weniger esoterischer Basis bestimmte Wirkungen zugeschrieben werden. Sie basieren angeblich in ihren Ursprüngen auf einer mittelalterlichen Tonleiter, welche von Guido von Arezzo (992-1050) mit Hilfe der Johannes-Hymnus gelehrt wurde. Die Anfangssilben der Zeilen des Johannes-Hymnus wurden in diesen Tönen gesungen und gaben ihnen so den Namen. Die heutige Tonleiter leitet sich von diesen Tönen ab, allerdings ist die Frequenz der alten Töne unbekannt (bzw. waren die Mittel zum Stimmen der Töne weit weniger exakt als heute), weshalb Anhänger der Solfeggio-Frequenzen in der Regel andere Frequenzen als die der heutigen Tonleiter annehmen. 

Also die Herkunft der Silben der Solfeggio-Frequenzen haben wir gefunden. Johannes-Hymnus 


Angeblich wusste selbst die frühe katholische Kirche  von den Solfeggio-Frequenzen und deren Wirkungen und setzte sie im Rahmen der Komposition zahlreicher Choräle, wie zum Beispiel der gregorianischen Mönchsgesänge, ein. Siehe dazu Guido von Arezzo. Da diese besonderen Frequenzen jedoch für den Hörer (und auch für die Sänger oder Musiker) eine bewusstseinserweiternde Wirkung mit sich bringen, sah der Vatikan in diesem Frequenzen sehr bald eine Gefahr für die kirchliche Machtstruktur und belegte die Solfeggio-Frequenzen mit einem Verbot. Daraufhin gerieten diese speziellen Frequenzen für mehrere Jahrhunderte in Vergessenheit.


Angeblich bestätigen mikrobiologische Forschungen die Potenzen der Solfeggio-Frequenzwerte. 528 Hz (Transformation) fände sich zum Beispiel in der modernen Molekularbiologie als Reparaturfrequenz für beschädigte DNA- Stränge Verwendung ( A. Davidson: The Royal R. Rife Report, Borderline Sciences 1988 und das Buch von Dr. Joseph Poleo und Dr. Leonard Horowitz: Healing Codes for the Biological Apocalypse).

Damit haben wir schon einmal eine sichere Quelle für die Mythos gefunden.


Ansonsten ist es so, dass eine Google-Recherche stets die gleichen Ergebnisse bringt mit ähnlichen Texten. Man merkt schnell, dass alle irgendwo abgeschrieben haben. Die wirkliche Quelle bleibt im Dunkel.


Auch wenn man jetzt schnell zu dem Schluss kommen könnte, dass die heute gebräuchlichen Frequenzen auch heutzutage in die Welt gesetzt wurde und überhaupt nichts mit gregorianischen Gesängen zu tun haben, ist doch die rein mathematische Betrachtung erstaunlich. 

Oft wird ja auch etwas entdeckt und nicht erfunden.
Es kann aber sein, dass eine Entdeckung gewissermaßen patentiert wird. Im Falle der Solfeggio-Frequenzen ist wohl eine echte Patentierung beim Patentamt ausgeschlossen, aber es könnte so sein, dass durch die Veröffentlichung der Entdeckung ein Quasi-Standard geschaffen wird. 


Wir bleiben am Thema dran, aber im Moment liegt nur ein Schluss nahe. Die Solfeggio-Frequenzen haben mit dem Buch „Healing Codes for the Biological Apocalypse“ von Dr. Joseph Poleo und Dr. Leonard Horowitz  das Licht der Welt erblickt. 

Und zum Schluss: die Frequenzen können überhaupt nichts dafür, dass man sich ihrer bemächtigt hat. Sie sind weder gut noch schlecht.